Mbit/s vs. MB/s: die Durch-8-Regel
Dein Tarif sagt 500, dein Download-Zähler sagt 60. Niemand betrügt dich — zwei Branchen messen schlicht mit verschiedenen Einheiten.
Bit für Leitungen, Byte für Dateien
Internetanschlüsse werden in Megabit pro Sekunde verkauft (Mbit/s, oft auch Mbps geschrieben — kleines b). Dateien und Download-Anzeigen rechnen in Megabyte (MB, großes B). Ein Byte sind acht Bit — teile deinen Tarif also durch 8, um die Dateigeschwindigkeit vorherzusagen.
Eine 100-Mbit/s-Leitung schafft höchstens 12,5 MB/s; 500 Mbit/s ≈ 62,5 MB/s; ein Gigabit ≈ 125 MB/s. Deine 60 MB/s auf einem 500er-Tarif sind exakt richtig.
Wo die letzten Prozent hingehen
Echte Übertragungen tragen Adressierungs- und Zuverlässigkeits-Overhead (TCP/IP-Header, Bestätigungen, Verschlüsselungs-Rahmen), der typischerweise 5–10 % der rohen Leitungsrate kostet. Eine gesunde 500-Mbit/s-Verbindung, die bei einem einzelnen, gut angebundenen Download ~56–59 MB/s liefert, verhält sich völlig normal.
Ist es langsamer als das, liegt es meist gar nicht an der Leitung: Der Server, von dem du lädst, eine WLAN-Strecke, ein VPN oder deine Festplatte können jeweils die eigentliche Obergrenze sein.
Schnellreferenz
Mit 25 Mbit/s: ein 4-GB-Film in ~21 min, ein 50-GB-Spiel in ~4,5 h. Mit 100 Mbit/s: ~5,3 min und ~68 min. Mit 500 Mbit/s: ~64 s und ~14 min. Mit 1 Gbit/s: ~32 s und ~7 min.
Das Muster dahinter: Große Tarife kaufen vor allem kürzere Wartezeiten bei großen Dateien. Wenn dein Alltagsproblem zähe Calls oder Spiele sind, hilft dir der Latenz-Ratgeber mehr als eine größere Zahl.